Energiekosten

Kunststoffbranche ächzt unter der steigenden Belastung

Der grundsätzliche Trend nach oben ist nichts Neues, die Dynamik schon: Im September 2021 mussten Industriekunden im Mittelspannungsnetz für Strom mehr als 40 Prozent mehr berappen als noch Ende 2020, wie die aktuellen Zahlen des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK; Essen; www.vik.de) zeigen. Nicht besser sieht es aus beim Thema Erdgas. So haben sich die Großhandelspreise am kontinentaleuropäischen Benchmark-Hub TTF für die Oktoberlieferung im Berichtszeitraum verdoppelt.

Die Kunststoffbranche ächzt unter diesem Druck. Die stromintensive Recycling-Branche, so klagen einige Marktteilnehmer gegenüber KI, müsse bereits Produktionsdrosselungen planen. Um die Kosten einigermaßen auffangen zu können, seien eigentlich Preissteigerungen im dreistelligen Eurobereich nötig. Da sich diese Kosten jedoch nur in den seltensten Fällen an die Kunden weitergeben lassen, bleibt oft nur Plan B: die Anlagen abzustellen. Dabei sind die Energiekosten nicht einmal das einzige Übel: Auch die Preise für Instandhaltung, Produktion, Verpackung und Entsorgung haben sich zuletzt dramatisch verteuert. Die kunststoffverarbeitende Branche ist von dieser Entwicklung genauso betroffen wie die gesamte deutsche produzierende Industrie.
 

25.10.2021


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