Brexit

Höheres Insolvenzrisiko für Briten bei „No Deal"

Sollte es am 29. März zu einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kommen, würde dies zu hohen Zöllen auf die britischen Ausfuhren in die EU führen, die Wirtschaftsleistung des Landes insgesamt schmälern und in der Folge zu einem starken Anstieg der Insolvenzen britischer Unternehmen kommen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Darauf weist der internationale Kreditversicherer Atradius (Amsterdam / Niederlande; www.atradius.de) in einer aktuellen Analyse hin.

Demnach würde es bei einem „No Deal"-Brexit im Jahr 2020 in Großbritannien rund 14 Prozent mehr Konkurse geben als bei einem geregelten Ausscheiden aus der EU. Davon betroffen wären rund 2.300 Unternehmen. Bereits in diesem Jahr rechnet Atradius mit insgesamt 15.800 Insolvenzen in verschiedenen Sektoren auf der britischen Insel, was einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Auch das Forderungsrisiko in anderen EU-Ländern würde bei einem harten Brexit-Szenario steigen. Betroffen wäre insbesondere Irland, da die irische Wirtschaft 11 Prozent ihrer Exporte in das Nachbarland ausführt.

04.02.2019


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