Destatis

Deutsche Exporte nach Russland brechen drastisch ein

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs ist der deutsche Handel mit Russland regelrecht eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt (destatis, Wiesbaden; www.destatis.de) mitteilte, wurden im März Waren im Wert von genau 1 Mrd EUR nach Russland exportiert. Das waren fast 60 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Besonders dramatisch sind die Rückgänge beim Export von Maschinen. Hier brach das exportierte Volumen gegenüber dem März 2021 um nahezu drei Viertel auf knapp 166 Mio EUR ein. Aber auch die Exporte chemischer Erzeugnisse, zu denen auch Produkte aus Kautschuk, Gummi und Kunststoffe zählen, sackten um mehr als 40 Prozent auf knapp 160 Mio EUR ab.

Nach Ansicht der Handelsstatistiker aus Wiesbaden sind die Rückgänge jedoch nicht nur unmittelbar auf die Sanktionen zurückzuführen. Zwar stünden etliche Maschinen und Anlagenteile auf der Sanktionsliste und dürften daher nicht nach Russland exportiert werden. Doch ein nicht unbeachtlicher Anteil der gesunkenen Exportzahlen habe damit zu tun, dass deutsche Unternehmen ihr Geschäft mit Russland aus eigenem Antrieb eingestellt hätten oder dass durch den Wegfall der Ausfallgarantien der Zahlungsverkehr zu unsicher geworden sei, teilte destatis auf Nachfrage von KI mit.


16.05.2022


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