IfW Kiel

„Erste Schockwellen der russischen Invasion offenbar verdaut“

Nach einem turbulenten Start ins Jahr, hervorgerufen vor allem durch Russlands Invasion in der Ukraine, stabilisiert sich der Warenverkehr inzwischen in zahlreichen Volkswirtschaften. Nach dem jüngsten Handelsindikator des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel, Deutschland; www.ifw-kiel.de) für April 2022 dürfte der Welthandel im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent zulegen (preis- und saisonbereinigt). Für Deutschland lassen die Schiffsbewegungen auf eine positive Entwicklung gegenüber dem März schließen, sowohl Exporte (+3,2 Prozent) als auch Importe (+1,4 Prozent) liegen im Plus. Gleiches gilt für die EU, ihre Exporte dürften um 0,7 Prozent steigen, ihre Importe um 1,1 Prozent.

„Die ersten Schockwellen der russischen Invasion in der Ukraine für den globalen Warenaustausch sind offenbar verdaut, und die Handelsdaten im April stabilisieren sich. Fast alle wichtigen Volkswirtschaften können Zuwächse oder zumindest eine Seitwärtsbewegung erwarten“, sagte Vincent Stamer, Leiter des „Kiel Trade Indicator“ beim IfW Kiel.

10.05.2022


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