Chinaplas

Erste physische Messe nach Corona mit wenig Internationalität

Viele namhafte Aussteller, aber wenig internationales Publikum – so lautet das Zwischenfazit zur diesjährigen Chinaplas (Shenzhen / China; www.chinaplasonline.com), die am 13. April in der chinesischen 12-Millionen-Metropole Shenzhen ihre Pforten öffnete. Überraschend kommt dieser Befund nicht: Die kommunistische Zentralregierung in Peking hat das Reich der Mitte derzeit von der Außenwelt quasi abgeschnitten. Die meisten internationalen Ausstellerfirmen verzichteten daher darauf, eigens Personal nach Shenzhen zu schicken, und ließen sich durch ihre lokalen Repräsentanten vertreten.

Schon die Besucherzahlen der ersten beiden Messetage zeigen einen eindeutigen Trend: Von den insgesamt 103.952 Besuchern am 13. und 14. April 2021 kamen 102.501 aus China – und lediglich 1.451 aus dem Ausland. Das ergibt eine bescheidene Quote von 1,4 Prozent. 2019 hatte der Anteil internationaler Gäste noch bei 25 Prozent gelegen. Zu langen Gesichtern führte der Mangel an Langnasen bislang vor Ort jedoch nicht: Die Zahl der Aussteller in Shenzhen liegt mit mehr als 3.600 offenbar nahezu auf demselben Niveau wie bei der Chinaplas in Guangzhou im Jahr 2019. 

19.04.2021


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