Kunststoffverpackungen

Entwurf für neues Verpackungsgesetz vorgestellt

Am 18. November 2020 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einen Entwurf zur Änderung des Verpackungsgesetzes (VerpackG) vorgestellt. Er soll unter anderem die Vorgaben der EU-Einwegkunststoffrichtlinie („SUP“-Richtlinie) und der EU-Abfallrahmenrichtlinie in nationales Recht umsetzen. Die von der EU-Kommission am 27. März 2019 verabschiedete „SUP“-Richtlinie (Richtlinie für Kunststoff-Einwegartikel 2019/904) sieht etwa das Verbot von Plastiktellern und -besteck, Strohhalmen, Luftballonstäben und Wattestäbchen aus Kunststoff sowie Behältern und Bechern aus geschäumtem Polystyrol vor.

Nach dem Referentenentwurf sollen zukünftig Lebensmittel und Getränke zum Sofortverzehr, die in Einwegkunststoffverpackungen beziehungsweise To-go-Bechern angeboten werden, zukünftig alternativ auch in einer Mehrwegvariante erhältlich sein. Ab dem Jahr 2025 soll zudem der Rezyklat-Anteil in PET-Einwegflaschen vorgeschrieben werden: Ab 2025 muss die RE PET-Quote zunächst 25 Prozent betragen, ab 2030 dann 30 Prozent. Auch soll dem Entwurf zufolge die Einwegpfandpflicht auf sämtliche Einweg-Getränkeflaschen aus PET sowie Aluminiumdosen erweitert werden.

03.12.2020


© 2021 K-PROFI, Bad Homburg
Druckdatum: 19.01.2021 20:11:26   (Ref: 910509387)
URL: http://www.k-profi.de/nachrichten/artikel.asp