Industrieruß/Carbon black

Teurer durch neue Schwerölverordnung

Bereits vier Monate vor Inkrafttreten der neuen Schwefelemissionsverordnung der International Maritime Organisation (IMO; www.imo.org) Anfang 2020 kommt es zu einem Preisauftrieb für Industrieruße, deren Erzeugung unmittelbar mit in der Schifffahrt verwendeten Kraftstoffen zusammenhängt. Deren Schwefelgehalt soll dann von aktuell 3,5 auf 0,5 Prozent sinken. Der Preis für das sogenannte Carbon Black Oil als Primärrohstoff zur Erzeugung von Industrierußen wird üblicherweise in Abhängigkeit der in der Schifffahrt verwendeten Schweröle festgelegt. Typen mit reduziertem Schwefelgehalt sind deutlich teurer, was auch zu Aufschlägen bei Rußen führt.

Die beiden großen US-amerikanischen Rußerzeuger Cabot (Boston, Massachusetts / USA; www.cabot-corp.com) und Orion Engineered Carbons (Senningerberg / Luxemburg; www.orioncarbons.com) kündigten deshalb zu Anfang respektive Mitte September 2019 substanzielle Rohstoffaufschläge um jeweils 0,07 bis 0,08 USD/lb (zwischen 140 und 160 EUR/t) für die in Kunststoffen verwendeten Spezialruße an. Diese dürften auch Wirkung auf den europäischen Markt haben.

15.08.2019


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