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NGO-Studie warnt vor Klimabelastung durch Kunststoffe

Das starke Wachstum der globalen Kunststofferzeugung untergräbt laut dem aktuellen Bericht einer Gruppe von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlendioxidbelastung. Die 108-seitige Studie mit dem Titel „Plastic & Climate: The Hidden Costs of a Plastic Planet“ untersucht die Treibhausgasemissionen von Kunststoffen in jeder Phase ihres Lebenszyklus. Damit habe man „die bislang umfassendste Übersicht über die Klimaauswirkungen“ der Kunststoffproduktion erstellt, heißt es.

Insbesondere der rasche Anstieg der Produktion von Gas, Petrochemikalien und Kunststoffen durch günstiges Erdgas aus dem Fracking vertiefe den CO2-Fußabdruck. Laut der Studie ist mit einem Wachstum der Kunststoffproduktion auf mehr als 1,32 Mrd jato im Jahr 2050 zu rechnen. Die Emissionen aus der Erzeugung würden damit rund 2,5 Gigatonnen (Gt) CO2-Äquivalent erreichen. Das entspricht laut den Autoren dem Ausstoß von 549 Kohlekraftwerken mit je 500 Megawatt.

04.07.2019


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